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Solidaritätsbekundungen

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Liebe Priesterinnen,
liebe Frau Mayr-Lumetzberger,
liebe Frau Dr. Forster,

von Herzen Dank für die regelmäßige Zusendung Ihres Newsletter. Ich
freue mich jedesmal darüber; es ist für mich ein ungeheurer Trost, dass
Sie für uns Frauen Türen geöffnet haben. Sie sind für mich ein Vorbild,
das mir Kraft gibt.

Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes und erfolgreiches Neues Jahr, und uns
allen wünsche ich zahlreiche neugeweihte Priesterinnen.

Mit herzlichen Grüßen

Michaela K.

Gesendet: Montag, 30. Dezember 2002 16:38
An: 'Priesterinnen'
Betreff: AW: NEWSLETTER 07/2002

Ufff! Jetzt hab ich 4-eckige Augen, weil ich diesen Newsletter auf
einmal verschlungen habe und nicht in augenschonenden Portionen ;-)

Mir ist das ja alles nicht neu aber ich freu mich, dass es jetzt die
Chronologie auf einen Blick gibt. Frau Gärtner hat wirklich ganze
Arbeit geleistet!!

Ich hab gestern übrigens endlich die Aufzeichnung von der Karlichshow
gesehen. Christine und Gisela, ihr ward einfach gut!!! Und dieser
Alexander war ja die reinste Karikatur! Ich hab ja schon den ORF in
Verdacht gehabt, dass er da einen Schauspieler engagiert hat, aber
K. hat mir bestätigt, dass solche Typen wirklich frei herumlaufen.
(er muss es wissen!).

Jedenfalls wünschen wir euch allen Glück und Segen
fürs kommende Jahr!

Alles Liebe
R.

An: Priesterinnen
Betreff: Re: NEWSLETTER 01/2003

Liebe Schwestern im Herrn,
In Sachen Kirchensteueramt und Finanzgericht werdet Ihr Euch noch die Zähne ausbeißen. Als zu Zeiten Napoleons um 1803 die deutschen Lande neu organisiert, saekularisiert und die Pfründe neu verteilt wurden (!!!!) Wurden nicht nur die Klöster enteignet und den Grafen und Landesfürsten geschenkt (damit sie Soldaten rekrutierten), sondern auch die Kirchengüter neu festgeschrieben. Hierzu gehört auch die staatliche Kirchensteuer die mit nichts in Deutschland geaendert werden kann. Das haben ja schon seit Jahren die Unzufriedenen versucht, die nicht "unkatholisch"werden wollten, nur keine Kirchensteuer zahlen- sie fielen alle hinten runter, weil das "völkerrechtlich" nicht möglich ist. Es könnte höchstens durch einen EU Vorstoß in Straßburg eine totale Neuordnung kommen, doch da machen die überwiegenden CDU-ler nicht mit und so hängt eines am anderen.

Da es aber Eure Intention ist, die Kirche zu ändern und nicht das Umfeld, so muss das trotzdem juristisch, aber an der richtigen Stelle ausgefochten werden. Es kann sein, dass das Bundesverfassungsgericht sagt: "Da sind wir nicht zuständig, weil kein Gericht der Welt die Kirche verklagen kann." Das sagt die Kirche und alle Gerichte halten sich daran, denn wer sich daran nicht hält, wird exkommuniziert. - Und wer exkommuniziert ist, der hat ja nichts mehr zu melden! -der gehört ja schon nicht mehr in die Kirche. Die Kirche sitzt zwar in der UN, hat aber die Einführung der Menschenrechte im Vatikanstaat nicht sanktioniert.

Das ist und bleibt der kirchliche -Teufelskreis -. Weil ich da schon 1980 keinen Ausweg sah, etwas ändern zu können, sagte ich mir: "Ich habe nur mein und begrenztes Leben, die Kirche meint, dass sie ewigen Bestand habe. Da jeder, ob allein oder im Verbund mit weiteren Interessenten, nicht in die Kirche eindringen kann, um dort etwas ändern zu wollen, habe ich mich dazu entschlossen "meine Kirche" d.h. mein Christentum für mich zu leben und bin ausgetreten."Ich kann nur dann ein wirkliches Christentum nach biblischen Vorschlag leben, wenn ich es persönlich lebe und auf keine "kirchliche - menschliche Irrlehren" Rücksicht nehmen muss.

Ich bedauere, dass die r.k.Kirche keine rechtliche weltliche Verfasstheit hat, wo man etwas erstreiten kann. Die Kirche hat in 1800 Jahren "ihre Verfassung" erkämpft und davon wird sie durch nichts und niemand abgehen. Das beginnt mit der Freistellung der Geistlichen vom Wehrdienst die durch heidnische Kaiser ab 314 auf der Synode von Arles bestätigt wurde und auf die sich die Kirche, sogar beim "ADOLF" berufen hat und akzeptiert wurde.

Eine Änderung werdet Ihr durch Rom nicht erhalten, weil es dazu kein Gesetz und KEIN GERICHT GIBT!

Die Kirche sagt zwar, dass sie die apostolische Sukkzession habe, was aber gar nicht stimmt. Genauso könnt Ihr sie für Euch in Anspruch nehmen, es muss nur "protokolliert und statuiert" werden. Dann macht doch gleich eine eigene christliche globale Kirche und gebt Euch ein neues Statut und vergeudet nicht Eure Lebensenergie im Kampf um die betonierte Kirche. Beton hat auch kein Leben, und ist nicht veränderbar. Ihr könnt Euch auf den "Heiligen Geist" berufen, der kein anderer wäre,als in der r.k.K. und schon habt Ihr die gleiche Legitimation wie die Amtskirche. Da der Staat und viele Institutionen mit Euch neu verhandeln kann, kommt ihr doch wesentlich schneller weiter als im Kampf mit der Betonkirche.

Ihr habt jetzt beim Kirchentag die Chance mit einem Paukenschlag eine wichtige Legitimation zu erhalten, mit dem Grundsatz des Gottes- geistes, dass: "JESUS CHRISTUS der Inhalt aller Lebensformen ist." Kann die Kirche Nahrungsmittel wachsen lassen?? NEIN! Deshalb muss sie ja beim Abendmahl im "Geheimnis des kath.Glaubens" die Hostie "verwandeln", das ist eine Blasphemie!

Gott läßt die Pflanzen wachsen und schenkt sie ALLEN MENSCHEN. Das kann die Kirche nicht!! Wenn wir also das göttliche Brot, IN DEM SCHON GOTT IST, Im Gedenken an unseren Erlöser, im Liebesmahl essen und IHM FÜR SEINE LIEBE DANKEN, dann begehen wir das wirkliche von Jesus Christus wahre eingesetzte Abendmahl MIT IHM! Dann werden die Menschen endlich frei, weil GOTT FREIE MENSCHEN will und keine kirchliche durch Sakramente gekettete Organisationen. Wo steht EIN Sakrament in der Bibel??? Also, wenn Ihr Priesterinnen die Menschheit befreien wollt, dann tut es wirklich real und ihr seid Engel für die Menschheit. Die Kirche ist nicht zu retten, nur die Menschen sollen gerettet werden.

Meinen Segen habt Ihr dazu.
Gott zum Gruss,

Pius A.Wipfler
ERWITA@t-online.de


Zur Verurteilung der zu Priesterinnen geweihten Frauen:

Das kirchliche Gesetz, nach dem nur Männer gültig zu Priestern geweiht
werden können, ist ein unzulässiges Gesetz, weil es der menschlichen
Würde insgesamt widerspricht.
Gott hat den Menschen nach seinem Ebenbild geschaffen, als Mann und Frau
schuf er sie.
Die Weigerung der Frauenordination widerspricht darum der Würde der Frau
als Ebenbild Gottes.
Sie widerspricht aber auch der Würde des Mannes, weil sie den Mann von
einer "Hälfte" seines Seins abspaltet. Diese Abspaltung ist nötig, sonst
wäre der Mann ja nicht etwas "Besonders" im Vergleich zur Frau, der
wegen des "Fehlens" dieses "Besonderen" die Ordination verweigert wird.
Weil also das kirchliche Gesetz, das die Priesterweihe den Männern
vorbehält, ein Gesetz ist, das der Würde des Menschen insgesamt
widerspricht, muss der Würde des Menschen wegen dieses Gesetz übertreten
werden.
Darum ist die Weihe von Frauen zu Priesterinnen ein legitimer Weg,
dieses Gesetz seiner Ungültigkeit zu überführen.
Die Verurteilung der zu Priesterinnen geweihten Frauen ist eine Sünde,
die durch die Erfüllung eines Gesetzes entsteht, welches dem Leben
entgegengesetzt ist, statt dem Leben zu dienen.

Das Zölibatsgesetz, das zusätzlich zur Ausschliesslichkeit der
Priesterweihe von Männern hinzukommt, ist einer der wichtigsten Belege
für die Verachtung der Frauen in der katholischen Kirche. Die Spitze des
Eisberges, welcher da heisst: Patriarchat.

Die grundsätzliche Unhaltbarkeit der Weigerung der Frauenordination hat
die offizielle katholische Kirche schon lange erkannt. Darum ist die
Argumentation für diese Weigerung so "ungeschickt" (!), denn sie macht
es nötig, die kirchliche Verfassung als göttlich zu erklären:
Das finden wir im Text der römischen Verurteilung der Frauenordination
vom 29. Juni 2002, ".....(sie) stellt einen schweren Verstoss gegen die
g ö t t l i c h e  Verfassung der Kirche dar."
Das ist  ein Widerspruch in sich. Die Verfassung, die sich die
Amtskirche gibt, ist, gerade weil sie kirchlich ist, eben nicht
göttlich. Sie mag wichtig sein, aber diese Qualität hat sie nicht. Das
weiss wohl auch ein Herr Ratzinger. Offensichtlich weiss er auch, dass
die Kirchenleitung, wie er sie versteht, mit solchen unstatthaften
Formulierungen immer noch vielen Gläubigen Angst einflössen kann. Von
dieser Voraussetzung kann Rickenmann ja - bewusst oder unbewusst -
ausgehen.

Der Versuch, Vorschriften als göttlich hinzustellen = die Vergottung des
Gesetzes, hat schon immer dazu gedient, die Kritik an Gesetzen,  zum
Teil sehr  willkürlichen Gesetzen, zu unterdrücken und die Kritiker als
gottlos hinzustellen.

Die eigene, päpstliche, Bibelkommission kam schon lange  zu anderen
Ergebnissen:
Als am 27. Januar 1977 die "Vatikanische Erklärung zur Zulassung der
Frauen zum Priestertum" der Glaubenskongregation auf Anordnung des
Papstes veröffentlicht wurde, erschien noch im selben Jahr als
kritischer Kommentar der Sammelband "Women Priests" von Prof. Leonard
und Arlene Swidler, an dem sich insgesamt 28 Frauen und 16 Männer,
grosstenteils Professorinnen und Professoren, beteiligt haben. Im
Beitrag von John R. Donahue "A Tale of Two Documents" werden die durch
Indiskretion bekannt gewordenen, als Appendix II abgedruckten Antworten
der päpstlichen Bibelkommission auf die won Papst Paul VI. gestellten
Fragen kommentiert. Es ergibt sich, dass diese zur Begutachtung
bestellte, aus Wissenschaftern bestehende Kommission mit 17:o Stimmen
befunden hat, das das Neue Testament nicht in klarer Weise und ein für
allemal festsetzte, ob Frauen ordinierte Priester werden können, mit
12:5 Stimmen, dass biblische Gründe allein nicht genügen, um die
Frauenordination auszuschliessen und mit 12:5 Stimmen, dass der
Heilsplan Christi durch Zulassung von Frauen zur Ordination nicht
überschritten würde. Die Ignorierung der wissenschaftlich abgestützten
Befunde seiner eigenen Bibelkommission durch Papst Paul VI. brachte -
neben vielen anderen theologischen Gründen - die "Vatikanische
Erklärung" in den USA als nicht substantiierten päpstlichen
Machtanspruch um jedes wissenschaftliche Ansehen.    (Seite 170)

Gertrud Heinzelmann, Die geheiligte Diskriminierung,
                              Beiträge zum kirchlichen Feminismus
                                        Interfeminas Verlag, Bonstetten,
1986

Die "anderen" "nicht biblischen" Gründe, um die Frauenordination
auszuschliessen sind wohl im römischen Machtverständnis zu suchen?.
wobei wir wieder beim Anfang wären..

C.B.  SCHWEIZ

From: Thomas Wystrach [mailto:thomas@wystrach.de]
Sent: Montag 27 Januar 2003 21:05
To: ikvu@domeus.de
Subject: [IKvu] Re: Bestätigung des Vatikans "Priesterinnen" sind exkommuniziert


So skurril die "Priesterinnenweihe" auf dem Donaudampfer war, so grotesk ist
die Reaktion der misogynen Riege von Kardinälen und Bischöfen, die sich ihre
Exkommunikations-Dekrete vom Papst auch noch "in forma specifica" bestätigen
lassen!

Vielleicht passt in dieses Umfeld auch dieses Fundstück aus dem Netz:

"Durch die maritime Priesterinnenweihe, die im letzten Jahr auf der Donau
stattfand, fühlte sich der Arbeitslose Rudolf Renegatinger angeregt,
ebenfalls ein kirchliches Amt anzustreben. Er wurde in einer feierlichen
Zeremonie, von einer anonym bleibenwollenden Priesterschaft zum
Gegen-Militärbischof von Österreich geweiht."

Weitere Infos unter:
http://www.mostanzeiger.at/html/archiv/gegenbischof.htm

Liebe Grüße, Thomas Wystrach

Gesendet: Dienstag, 28. Januar 2003 07:29
An: Priesterinnen
Betreff: Re: Presseerklärung vom 27.1.2003<7p>

Meine lieben, kämpfenden Geschwister im Herrn,

Mein Herz blutet mit den Euren und ich trauere mit Euch. Ich habe das gleiche als Einzelkämpfer erlebt.
Die Kirche denkt nicht logisch, deshalb kann sie auch nicht menschlich denken und überhaupt NICHT GÖTTLICH.
Wenn man einen Hund liebt, dann muss man "hundisches" Verhalten lernen. Wenn man Menschen liebt, muss man den Nächsten lieben und menschliche denken lernen. Wenn man Gott liebt, dann muss man das ERSTE und GROESSTE GEBOT lernen und leben, weil man nur durch tätige Praxis "lieben lernt".

Dies alles kann man lernen, man kann aber nicht "kirchlich-denken-lernen". Kirchlich ist wider alle Vernunft, gegen Menschlichkeit, und da ohne Liebe, ist es auch gottlos d.h. satanisch.

Ihr kennt meine Einstellung, nur mit Eurer jetzigen Einstellung kommt ihr nicht weiter, Ihr könnt es nur erkennen was "kirchlich" ist - und dann????
Ich verstehe Euch sehr gut, weil ich es selbst so erlebt habe.
Ihr könnt jetzt nur entscheiden, ob Ihr "ewig" gegen die Kirche erfolglos ankämpfen wollt, oder ob Ihr für Euer Leben etwas sinnvolles "Liebendes"erreichen wollt.
Gottes Segen ist MIT EUCH,
Gottlieb


Gesendet: Dienstag, 28. Januar 2003 18:44
An: Priesterinnen
Betreff: Re: Presseerklärung vom 27.1.2003

Liebe Freundinnen,

hattet ihr wirklich gehofft ???   Für mich ist diese Entscheidung keine
Überraschung.
Von Menschen, die wortbrüchig werden, habe ich nie etwas anderes erwarten.
Leute aus ihren Reihen haben Konzils- und Synodentexte erarbeitet und
verabschiedet und verhalten sich heute in der Praxis nicht nach dem Geist
und nach dem Wort des Konzils. Wo ist "Brüderlichkeit", wo ist
"Geschwisterlichkeit" in der Kirche ???  Sie verhalten sich wie alle anderen
Diktatoren in der Welt. Mit Lüge und Unwahrheit konnte und kann die Kirche
immer sehr gut umgehen. Doch mit der Wahrhaftigkeit tut sie sich schwer.

Für mich kann diese Kirche zum Teufel gehen. Ich gehe meinen Weg nach den
Worten des Evangeliums und ich glaube, auch ich wäre exkommuniziert worden,
wenn man mein Leben kennen würde.

Aber dieses Leben kennt nur Gott und der ist gut!
GOTT    SEI    DANK
!!!

Ich bleibe Ihnen weiterhin verbunden.

Ihr G.W.
(Name und Adresse der Redaktion bekannt)

Gesendet: Mittwoch, 29. Januar 2003 15:25
An: priesterinnen@utanet.at
Betreff: Zur jüngsten Entartung des "Vatikans"

Hochachtung, großen Respekt vor Ihnen, wie Sie die menschenunwürdigen
Verletzungen der Lehren GOTTES dieser Kirchenschädlinge parieren.
Halleluja, Halleluja. In Liebe Rudolf

Gesendet: Dienstag, 28. Januar 2003 22:44
An: Priesterinnen
Betreff: Re: Presseerklärung vom 27.1.2003

Liebe Priesterinnen,die Bestätigung eurer Exkommunikation - und
überhaupt die Art des Umganges mit euch - macht mich so traurig, wütend,
ratlos, ... und ich frage mich wieder um meine eigene Rolle als
Angestellte in dieser Kirche, die sich von Männern so dominieren
lässt.Jedenfalls danke für euren Mut, euer Engagement, eure
Vorreiterinnenrolle!Gottes schützende Hand über euch!G.B.
(Name und Adresse der Redaktion bekannt)

"Wir sind Kirche (Presse-Info)" schrieb:

Pressemitteilung Hannover/Haltern, 30. Januar 2003

Wir sind Kirche: Exkommunikation manifestiert Dialogunfähigkeit Roms

     Die KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche bedauert die jetzt
veröffentlichte Bestätigung der Exkommunikation der sieben Frauen, die sich
im vergangenen Sommer auf einem Donauschiff zu Priesterinnen haben weihen
lassen.

     Das Handeln des Vatikans manifestiert in erschreckender Weise die
Dialogunfähigkeit und Erstarrung der römisch-katholischen Kirche in Fragen
der Frauenordination. Zu kritisieren ist auch die Verfahrensweise, dass der
Richterspruch ohne persönliche Anhörung gefällt und den betroffenen Frauen
die Entscheidung nicht persönlich sondern über die Presse mitgeteilt wurde.

     Es ist und bleibt ein Skandal, dass die römisch-katholische Amtskirche
Frauen eine Ordination für den Leitungsdienst immer noch vorenthält. Diese
fundamentale Degradierung von Frauen, die biblisch-theologisch nicht
begründet werden kann, birgt die Gefahr, dass die Kirche ihrem pastoralen
Auftrag schon sehr bald nicht mehr gerecht werden kann.

     Wir sind Kirche begrüßt es, dass die Priesterinnenweihe am 29. Juni
2002 die Diskussion über die Erneuerung des priesterlichen Amtes und seine
Öffnung für Frauen trotz des vom Papst 1994 in seinem Schreiben "Ordinatio
Sacerdotalis" ausgesprochenen Verbotes intensiviert hat.

     Auch immer mehr kirchentreue Menschen können die Haltung der
Kirchenleitung in dieser Frage nicht mehr verstehen und möchten die Berufung
von Frauen zur Priesterin oder Diakonin durch eine Weihe bestätigt wissen.
In Deutschland und anderen Ländern befürworten mehr als 70% der
praktizierenden Katholiken und Katholikinnen die Frauenordination, wie die
US-amerikanischen Religionssoziologen Prof. Andrew Greely und Prof. Michael
Hout bereits 1996 in einer internationalen Studie festgestellt haben.

     Das KirchenVolksBegehren 1995, das u.a. den Zugang zu Weiheämtern für
Frauen fordert, ist allein im deutschsprachigen Raum von 2,3 Millionen
Menschen unterschrieben worden.

Mehr Informationen:
Annegret Laakmann, Flaesheimer Str. 269, 45721 Haltern
Tel: 02364-5588, 0175-9509814, Fax: 02364-5299
Email: laakmann@ic-marl.de    Internet: www.wir-sind-kirche.de

Liebe Frau Lumetzberger, liebe Frau Dr. Forster,

Ich nehme regen Anteil an der
weiteren Entwicklung der Frauenordination in Ihrer Kirche.

Seien Sie versichert, dass Frauen und Männer auch in der evangelischen Kirche für
Sie beten und Kraft und Durchhaltevermögen für Sie erbitten!

Auch in unserer Kirche gab es am Anfang (um 1920) solche Anfeindungen
und Verunglimpfungen gegen Frauen, die die Ordination forderten.

Es hat drei Generationen von Frauen gebraucht, bis sich die Kirche
insgesamt auf einen Weg der Gleichberechtigung und Würdigung der Frauen begeben
hat.

Das sollten wir nie vergessen - das Vermächtnis dieser ersten Frauen
wird von Ihnen weiter getragen!

In jedem Fall sind unsere Visionen, die sich aus dem Evangelium nähren, stärker als
die Barrieren einer institutionalisierten Religion!

Es steht Ihnen eine Vereinigung von Theologinnen aller Konfessionen zur Seite, die
Sie solidarisch unterstützt.

Gerne würden wir Sie einmal zu einem Tag des Kennenlernens und der
Diskussion theologischer und kirchenpolitischer Strategien einladen.

Wenn sie dazu Interesse haben, schreiben Sie doch bei Gelegenheit
zurück.

In schwesterlicher Verbundenheit

Ihre

N.N.

(Name und Adresse der Redaktion bekannt)

Gesendet: Montag, 27. Januar 2003 23:21
An: priesterinnen@utanet.at

An alle 7 Priesterinnen

Danke für Eure Informationen. Ich stehe ganz hinter Euch und denke an
Euch. Es ist wirklich erschreckend, wie Rom mit seiner Ansicht der
Frauenfrage völlig am Leben und damit auch an Gott vorbeihandelt.

Geht weiter Euren Weg, ich bin als Mann dankbar darüber!

Stéphane

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Weitere Solidaritätserklärungen können an unser Organisationsbüro:
priesterinnen@utanet.at
unter dem Kennwort: SOLIDARITÄT
gemailt werden. Wir lesen diese Solidaritätserklärungen sehr aufmerksam und danken Ihnen allen sehr für Ihr Mitgehen auf diesem schwierigen Weg: Gleiche Rechte für Frauen in der römisch-katholischen Kirche.

Die Menge der Solidaritätserklärungen, die uns täglich erreichen, sprengt jedoch den Rahmen dieser Virtuellen Dioezese, wir drucken die Solidaritätserklärungen deshalb vorerst nicht mehr in der Virtuellen Dioezese ab, sondern sammeln sie in unserem Archiv.

 
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