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Solidaritätsbekundungen

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Initiativgruppe für eine lebendigere Kirche - per una Chiesa
più umana - pur na dlijia plü viaKirchenvolksbegehren
Tschötsch Nr. 9939042 Brixen Telefon / Fax 0472 852530
Internet: www.we-are-church.org/suedtirol
E-Mail: initiativgruppe-kvb@dnet.it

SIGNAL GEGEN EIN ERSTARRTES AMTSVERSTÄNDNIS

Initiativgruppe für eine lebendigere Kirche solidarisiert sich mit Anliegen der Priesterinnen in Österreich

Der Vorstand der Initiativgruppe für eine lebendigere Kirche sieht in der am Wochenende 29. Juni 2002 erfolgten Weihe von katholischen Priesterinnen in Österreich ein deutliches Zeichen gegen ein erstarrtes Amtsverständnis und solidarisiert sich mit den Anliegen der sieben Frauen aus Österreich, Deutschland und den USA. ?Dadurch nimmt das Recht der Frauen, ihre Berufung zum priesterlichen Dienst einzubringen, Gestalt an.? stellt die stellvertretende Vorsitzende Annegret Steck fest. ?Durch Priesterinnen wird die sakramentale Seelsorge um die weibliche Komponente erweitert. So wurde mit der Weihe der Frauen ein neues Kapitel in der Kath. Kirche aufgeschlagen. Die Frauen sind und werden zunehmend eine große Bereicherung für die Seelsorge darstellen.? ist Annegret Steck überzeugt.

Der Vorstand ist sich bewusst, dass die Weihe dieser Frauen zu Priesterinnen einen Akt des Ungehorsams gegen das Kirchenrecht darstellt. ?Leider bot sich anscheinend kein anderer Weg an, da die Kirchenleitung sich beharrlich weigert, die Berufungen, Fähigkeiten und Kompetenzen von Frauen endlichfür den priesterlichen Dienst anzuerkennen? betont der Vorsitzende der Initiativgruppe Robert Hochgruber. ?Bisher wurden die Frauen mit Scheinargumenten aus der Bibel und der Tradition vertröstet. Diese sind aber, wie selbst die Päpstliche Bibelkommission selber in Bezug auf die Heilige Schrift bereits 1976 festgestellt hat, nicht haltbar.?

Der Zugang von Frauen zum Priesteramt war eine der wesentlichen Forderungen des Kirchenvolksbegehrens von 1995, das mehr als 18.000 Südtirolerinnen und Südtiroler unterstützt haben, weltweit waren es 2,5 Millionen Menschen. Laut Umfragen würde sich eine große Mehrheit der Gläubigen Priesterinnen wünschen.

Obwohl die gleiche Würde von Mann und Frau in den Evangelien nie in Frage gestellt wird, hat unsere Kirche im Laufe der Geschichte immer wieder Unrecht an Frauen begangen und schließt sie bis heute von Weiheämtern und Entscheidungspositionen aus. Deshalb fordert Annegret Steck ein radikales Umdenken und fügt hinzu: ?Wiedergutmachung ist höchst an der Zeit. Dies umso mehr, als der Vatikan als Staat in der UN Stimme hat und dort beharrlich Menschenrechte einmahnt.?

Gemeinsam mit der deutschen, österreichischen und italienischen Bewegung des Kirchenvolksbegehrens fordert die Initiativgruppe für eine lebendigere Kirche die Diskussion über die Erneuerung des priesterlichen Amtes und seine Öffnung für Frauen auf allen kirchlichen Ebenen qualifiziert weiter zu führen und noch zu intensivieren. Zudem besteht die Hoffnung, dass sich durch Priesterinnen in der kath. Kirche ein neues Priesterverständnis entwickelt, das dem Evangelium und seiner Verkündigung näher kommt als die derzeit allein auf den Mann beschränkte Form.


Initiativgruppe für eine lebendigere Kirche - per una Chiesa
più umana - pur na dlijia plü viaKirchenvolksbegehren
Tschötsch Nr. 9939042 Brixen Telefon / Fax 0472 852530
Internet: www.we-are-church.org/suedtirol
E-Mail: initiativgruppe-kvb@dnet.it

DIALOG STATT EXKOMMUNIKATION

Initiativgruppe fordert Diskussion um Frauenordination

Die Initiativgruppe für eine lebendigere Kirche kritisiert die von Kardinal Ratzinger verfügte Exkommunikation der 7 kürzlich zu Priesterinnen geweihten Frauen. Ein Dialog mit den betroffenen Frauen scheint nämlich nicht stattgefunden zu haben. Zudem wäre laut Initiativgruppe eine Diskussion über die Frage der Weihe von Frauen zu Diakoninnen und Priesterinnen in der Kirche dringend nötig. Der Ausschluss der Frau von Weiheämtern wird von vielen Gläubigen nämlich nicht mehr akzeptiert.

?In einer Kirche, die auf das Evangelium aufbaut, darf es keinen Ausschluss geben? betont Annegret Steck, die stellvertretende Vorsitzende der Initiativgruppe. ?Diese Vorgangsweise ist nicht zeitgemäß. Auch kann nicht von einer unabänderlichen göttlichen Verfassung gesprochen werden, wie es Kardinal Ratzinger getan hat. Der Mensch und die jeweilige Gesellschaftsordnung spielen nämlich bei der Entstehung der kirchlichen Strukturen immer eine große Rolle? erklärt Annegret Steck.

?Durch Exkommunikation und Diskussionsverbote lassen sich keine Probleme lösen? sagt der Vorsitzender der Initiativgruppe Robert Hochgruber. Über die Frage der Frauenordination durfte nämlich laut Papst Johannes Paul II. seit 1994 innerhalb der Kirche gar nicht mehr geredet werden. Hochgruber weiter: ?Trotz Exkommunikation der sieben geweihten Frauen wird sich die Kirchenleitung der Frage stellen müssen, wie zeitlich bedingte Normen und kirchenrechtliche Regelungen der jeweiligen Zeit angepasst werden können.?

Verschiedene Synoden, Bischöfe, Theologinnen und Theologen drängen seit langem, sich mit den Spannungen um das Thema Gleichberechtigung der Frau bis hin zu den Ämtern offen und konstruktiv auseinander zu setzen. Das Kirchenvolksbegehren von 1995 z.B. forderte den Zugang der Frauen zum Priesteramt und wurden in Südtirol von über 18.000 Menschen unterschrieben, weltweit von 2,5 Millionen.

Robert Hochgruber Südtirol
Initiativgruppe für eine lebendigere Kirche
per una chiesa piu umana


Montag, 5.8.2002 15 Uhr 23

Geistliche Unterstützung für diesen Tag, nach dem Hören der Nachrichten über die erfolgte EXKOMMUNIKATION:

Bergpredigt Matthäus 5,10: Selig sind die, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich.

1. Korintherbrief 4,12f: Man schmäht uns, so segnen wir; man verfolgt uns, so dulden wir; man verlästert uns, so reden wir freundlich,...

Bg 861,2 Wenn in meinem Sinn ich im Zweifel bin: Soll ich reden oder schweigen, kämpfen oder still mich beugen? Sage du mir dann: Man soll, was man kann.

Möge Dich ein Engel auf deinen Wegen behüten und dich vor allem Dunklen bewahren. Möge er deine Sorge tragen helfen und dein Leben von innen her erwärmen und erleuchten und dir die Gewissheit schenken, dass es gut ist, dass es dich gibt.
römer 11,1-12
Johannes 8,46-59

Pfarrer L.E.
(Name und Adresse der Redaktion bekannt)


Von: corrie wolters [mailto:cwolters@xs4all.nl]
Gesendet: Sonntag, 11. August 2002 11:07
An: priesterinnen@utanet.at
Betreff: [SOLIDARITÄT]

Liebe Frauen,

Viel was ich sagen möchte haben andere schon geschrieben. Mein herzlichster Glückwunsch für Euch. Ich habe Fragen, bin gespannt wie es weitergeht - wie sich vielleicht eine andere Art von Gemeinschaft bildet.

Enttäuscht bin ich von der Reformbewegung in sofern die sich von euch distanziert hat. Wenn das bedeutet dass es nur eine Art von Reform geben kann, dann ist das meiner Meinung nach der Anfang vom Ende dieser Bewegung. Reform kann nicht uniform sein, so viele Leute sind einbezogen und die denken und fühlen nicht immer gleich. Und was spricht dagegen mehrere Formen in der Reform möglich zu machen damit vieles entdeckt und gelernt werden kann? Was möglich ist in das eine Land ist es veilleicht nicht in das andere. Sind wir doch so kreativ wie möglich!

Liebe Grüsse und alles Gute,

Corrie Wolters
Zuidwyck 1
NL 7608 KL Almelo


Betreff: Radio Vatikan 6.8.2002
Datum: Sun, 11 Aug 2002 11:26:33 +0200

"ZENTRALKOMITEE DER KATHOLIKEN REAGIERT MIT BEDAUERN AUF DIE EXKOMMUNIKATION"

Tagesmeldungen 6.8.2002
- Glaubenskongregation verteidigt Exkommunikation der "Priesterinnen" -

Verantwortlich: P. Eberhard v. Gemmingen SJ
Redaktion: Stefan v. Kempis
Redaktionsschluss: 16:00

AUS UNSERER BERICHTERSTATTUNG:
Glaubenskongregation verteidigt Exkommunikation von "Priesterinnen" Die Exkommunikation der sieben zu "Priesterinnen" geweihten Frauen findet Verteidiger und Gegner; gleichgültig läßt das Thema niemanden. Der Sekretär der Glaubenskongregation, Erzbischof Tarcisio Bertone, hat heute gegenüber Radio Vatikan das Vorgehen seiner Kongregation verteidigt. "Das Verhalten von Bischof und Frauen ist schwerwiegend", so Bertone. "Es gefährdet die Struktur der Kirche, so wie sie gedacht, gewollt und eingerichtet ist von ihrem Gründer, unserem Herrn Jesus Christus, und auch von der Gemeinschaft der Apostel, und wie es eben auch die Tradition der Kirche bestätigt hat: Das Priesteramt ist den Männern anvertraut! Und das soll wirklich niemanden diskriminieren. Aber das Verhalten dieser Frauen verdient die schwerste in der Kirche zu verhängende Strafe, für den Fall, dass versucht wird, das Glaubensgut und das Regelfundament der Kirche selbst zu zerstören. Hier handelt es sich nicht um ein persönliches Vergehen privatrechtlicher Natur. Das hier ist ein öffentlicher Akt, der auch noch für sich in Anspruch nimmt, Vorbildcharakter für andere Personen zu haben."

Europa
Deutschland
Die am 29. Juni geweihten so genannten "Priesterinnen" wollen gegen die vom Vatikan ausgesprochene Exkommunikation Berufung einlegen. Das erklärte ihre Sprecherin Gisela Forster in Starnberg. Man hoffe auf eine direkte Aussprache in Rom, so Forster weiter. Das Kirchenrecht sieht die Möglichkeit einer Berufung gegen Beuge-Strafen vor. Indessen hat das Zentralkommittee deutscher Katholiken, ZdK, mit Bedauern auf die Exkommunikation reagiert. Zwar seien Charakter und Umstände des Ereignisses auf dem Donauschiff nicht angemessen gewesen, aber die Entscheidung der römischen Glaubenskongregation führe zu einer weiteren Verhärtung, erklärte ZdK-Präsident Hans-Joachim Meyer heute in Bonn. Die Glaubeskongregation hatte gestern als Beuge-Strafe die Exkommunikation über die sieben zu "Priesterinnen" geweihten Frauen verhängt.


Gesendet: Montag, 12. August 2002 12:01
An: emmeloord@utanet.at
Betreff: PRIESTERINNEN

Hallo Ihr Priesterinnen im katholischen Weiheamt!!!

Ich bin für Euch!
Nach fast 2000 Jahren muß es der Amtskirche wehtun, wenn sog. ewige Wahrheiten enttabuisiert werden. Tatsachen, die die Kirche geschaffen hat kann sie somit auch wieder ändern, wenn sie will! Keiner soll zurück in das Urchristentum, als Frauen wie selbstverständlich noch Diakoninnen und sogar im Stande der Apostelnachfolge (=Bischof)berufen waren. Die Frau ist dem Mann gleichgestellt, sagt Jesus und handelt auch danach;
so steht es immer wieder in den Evangelien und in der Charta der Menschenrechte
Mann und Frau sind vor Gott und den Mitmenschen gleich; nicht nur in der Pflicht, sondern auch in der Verantwortung. Wir tun uns keinen Gefallen, wenn wir die Hälfte der Talente, die uns Gott im Wesen der Frauen gegeben hat, nicht nutzen. Erst im Zusammenspiel von Mann und Frau liegt die Zukunft der Menschheit;
im alltäglichen ebenso wie im kirchlichen und im spirituellen Leben. Die Basis hat der Kirche schon oft entscheidende Impulse gegeben, wenn die da Oben (bei den Kommunisten nannten wir das Betonköpfe)nicht wollten.
Ich bin Vater von zwei Töchtern und aktiv im Pfarrgemeindeleben verankert.
Das II. Vatik. Konzil hat schon eine revolutionäre Entwicklung in die Zukunft gezeigt.
Das III. Vatik. Konzil wird aber den Durchbruch und Aufbruch zu neuen Ufern bringen:
der Gleichberechtigung für die Frau in allen Ämtern der Kirche - aber machen wir uns nichts vor: selbst das dauert in der Praxis wohl Jahrhunderte.
Laßt uns wenigstens den ersten Schritt machen...

Mit freundschaftlichen Grüßen

Franz-Josef L.
(Name und Adresse der Redaktion bekannt)


Leserbrief zur Pressemeldung: "Priesterinnen" exkommuniziert.

Leider hat Rom auf die Weihe von Frauen so reagiert, wie wir es vermutet haben: Das Imperium hat auf die Herausforderung der Frauen auf seine Weise reagiert und zurückgeschlagen und hat diese Frauen jetzt exkommuniziert. Kardinal Ratzinger beruft sich dabei auf die "göttliche Verfassung der Kirche".
Sache aber ist, ob in dieser Frage wirklich die "göttliche Verfassung der Kirche" verletzt wurde, oder ob es sich hier doch nur um ein menschliches Gesetz handelt. Als z. B. in der damaligen Tschechoslowakei der Kommunismus jedes religiöse Leben unterdrückte, hat Rom sehr wohl Frauen als Priesterinnen geduldet, damit diese im Untergrund für die Kirche arbeiten. Da durften sie ihren Kopf hinhalten, denn wenn man sie erwischt hätte, wären sie mit Kerker und Umerziehungslager bestraft worden. Auch verheiratete Priester und Bischöfe hat Rom geduldet, weil diese weniger aufgefallen sind als nicht verheiratete. Als aber die Kirche wieder ihre Freiheit bekam, hat Rom diese Frauen und Männer "nicht mehr gekannt". Wo blieb hier die sogenannte "göttliche Verfassung der Kirche"? Galt sie hier nicht mehr? Damals ging es eben um die "Sache Jesu", heute geht es um die Sache Roms.
Außerdem ist die theologische Begründung Roms in dieser Frage äußerst dürftig und ist noch in keiner Weise wirklich ausdiskutiert. Aber auch die Geschichte der Kirche ist in dieser Frage viel facettenreicher, als man es wahrhaben will.
Können wir uns Gott wirklich als einen vorstellen, der die Frauen diskriminiert und in der Kirche sozusagen ins zweite Glied zurückreiht? Dafür gibt es in der Heiligen Schrift überhaupt keinen Anhaltspunkt. Gott sieht nicht auf das Geschlecht eines Menschen, sondern auf sein Herz. Und da stehen die Frauen den Männern in keiner Weise nach. Ganz im Gegenteil.

Mag. Hans und Anna Chocholka
St. Stefan/R


Sent: Saturday, August 10, 2002 12:17 PM
Subject: nur Mut!!

Liebe Frau Mayr-Lumnetzberger! Ich gratuliere zu Ihrem Mut und ich hoffe, daß die katholische Kirche=Würdenträger!!! endlich Vernunft annehmen und wie Christus leben. Wo bleibt bei denen die Liebe Christi? Melde mich wieder einmal. Alles Gute und vile Stärke Adol A.

(Name und Adresse der Redaktion bekannt)


Von: Elisabeth Hellmich [mailto:elisabeth.hellmich@gmx.at]
Gesendet: Dienstag, 13. August 2002 18:23
An: Priesterinnen
Betreff: Re: Rundschreiben

Liebe Gisela Forster, ich danke von Herzen für dieses Rundschreiben, für all den Mut und die Klarheit. Elisabeth Hellmich

(Anmerk. d. Red. Das "Rundschreiben" befindet sich auf der Seite NEWSLETTER)


VEREINIGUNG KATHOLISCHER PRIESTER UND IHRE FRAUEN
CLEMENS WILKEN, KATH. PRIESTER

Die Reaktionen auf die Priesterinnenweihe am 29. Juni in Österreich waren sehr unterschiedlich, meist negativ.

Nicht nur von offizieller Seite, die wie Kardinal Meissner von "Mummenschanz" sprach und deren Ablehnung in der Exkommunikation der Neugeweihten gipfelte, sondern auch von Frauen, die von Sensationsgier und von einer völlig überflüssigen Inszenierung sprachen. In ihrem Verlangen nach dem Priestertum hätten die Kandidatinnen die Bedeutung der Hierarchie herausgestellt, überbetont und verfestigt.

Andererseits hat niemand das Recht, den Neupriesterinnen eine lautere Absicht und den Willen, zur Änderung der Kirche im Sinne Jesu beizutragen, abzusprechen.

Was können wir als "Vereinigung kath. Priester und ihrer Frauen" dazu sagen? Würden wir sie in unsere Reihen aufnehmen?

Meine Meinung ist: ja!

Denn diese Frauen haben öffentlichkeitswirksam ihren Finger auf eine Wunde der kath. Kirche gelegt, unter der alle leiden, denen die Kirche nicht gleichgültig ist. Es geht um die grundsätzliche Zurücksetzung der Frauen. Eine vermännlichte Hierarchie neigt zu lebens- und menschenfremden Strukturen.

Die Öffentlichkeitsarbeit ist auch für unsere Vereinigung im Hinblick auf eine Veränderung des Zölibatsgesetzes ein Weg, um einen Bewußtseinswandel mit event. strukturellen Auswirkungen zu unterstützen. Ähnlich handelt ja auch Amnesty international mit seiner Bekanntmachung von Menschenrechtsverletzungen.

Auch wer mit der spektakulären Art der Priesterinnenweihe nicht einverstanden ist, muß zugeben, dass ein Zeichen gesetzt wurde für das dringende Bedürfnis, Frauen in der Seelsorge leitend arbeiten zu lassen zum Segen der Menschen.

Clemens Wilken



H E I L I G E   R U A C H


Du unergründliches Geheimnis.

Du schwebtest wie ein mütterlicher Vogel über dem Nest
der neuerstandenen Erde, Ordnung und Geborgenheit gebend.

Du schufst in Liebe den Lebensraum des Menschen
und wurdest ihm eingehaucht als Geist und Seele.

Du erwecktest Prophetinnen und Propheten,
die von Deiner Kraft und Weisheit erfüllt waren.

Du bist wie ein Quell in der Wüste, wie wohltuender Regen
auf dürrem Land, wie ein Blütenzauber.

Deine Melodie erklang in dem Lied der tanzenden Miriam.

Wie ein milder Wind streicheltest Du zärtlich über das Gesicht
des verzagten Elias.

Maria, eine selbstständige Frau, wurde schwanger,
als sie sich Dir ganz öffnete.

Jesus, durch Dich eins mit dem Vater, verkündete, dass Du in jeder und
jedem von uns strömst wie eine nie versiegende Quelle.

Der Samariterin erklärte er, dass Gott nicht an bestimmten Orten,
nicht in bestimmten Religionen angebetet werden will,
sondern "im Geist und in der Wahrheit."

Wie eine Henne ihre Küchlein, so wollte er die Menschen sammeln,
Du bist Beziehung und Gemeinschaft.

Von der "Sünderin", die unaufhörlich seine Füße küßte,
mit ihren Tränen begossen und ihren Haaren abgetrocknet hat,
sagte er, dass sie "größere Liebe" habe als die selbstgerechten
Wohlanständigen.

Sein Tod war ein Teil seines konsequenten Lebens aus Deinem Hauch.

Es ist Deine Botschaft, die die Frauen am Ostermorgen verkündeten:
Das Leben ist wie die Liebe stärker als der Tod.
Von Dir kommt die dreimalige Frage an Petrus, an die Kirche,
an mich: "Liebst du mich?"

Nicht nur Sanftmut - auch Sturm und Feuer sind Deine Zeichen,
Du verwandelst mit Kraft alles zum letztlich Guten.

Die Kirche sollte mütterlich und schwesterlich in Jesu Sinn  wirken.
Zu allen Zeiten taten es viele im Verborgenen und dienten dem Frieden.

Gegen alle Versuche, Dein Werk zu vermännlichen und zu entfremden,
traten immer wieder Geistbegabte auf und stellten das Wohl der Menschen
über die Macht der Institutionen.
Viele büßten es mit ihrem Leben.

Wir Frauen und Männer, mit beiden Anteilen in uns, können die
gottgewollte Ganzheit leben, in Ritualen darstellen und so zur inneren
Heilung beitragen.

Komm, Du Geist des Friedens!

Nimm mir die Angst vor Deiner Freiheit!

Du, mein Atem, meine Wirksamkeit, meine Sehnsucht
und ihre Erfüllung.

Komm, Heilige Ruach!



Clemens Wilken

Gesendet: Mittwoch, 14. August 2002 17:39
An: priesterinnen@utanet.at
Betreff: Rundbrief

Liebe Gisela Forster!

Verfolge mit Interesse Ihr Bestreben für mehr Gerechtigkeit in unserer katholischen Kirche. Danke für all die E-Mails? bleibe auch am Ball. Ganz kurz, da wir in Ferien fahren?

ob die ?Genannten? nun erleuchtet werden auf welcher Seite auch immer und wie es jeder nehmen oder verstehen will?

Ihr seid jedenfalls den richtigen Weg gegangen, es wurde höchste Zeit?

wünsche Euch allen und natürlich allen Katholiken, dass Rom nicht nur mauert und sich endlich öffnet.

Viel Glück und dass der Mut Sie und die anderen nicht verlässt!!!!!!!!!!!!!!!

Gaby Rollinger


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Weitere Solidaritätserklärungen können an unser Organisationsbüro:
priesterinnen@utanet.at
unter dem Kennwort: SOLIDARITÄT
gemailt werden. Wir lesen diese Solidaritätserklärungen sehr aufmerksam und danken Ihnen allen sehr für Ihr Mitgehen auf diesem schwierigen Weg: Gleiche Rechte für Frauen in der römisch-katholischen Kirche.

Die Menge der Solidaritätserklärungen, die uns täglich erreichen, sprengt jedoch den Rahmen dieser Virtuellen Dioezese, wir drucken die Solidaritätserklärungen deshalb vorerst nicht mehr in der Virtuellen Dioezese ab, sondern sammeln sie in unserem Archiv.

 
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e-mail priesterinnen@forestfactory.de