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Solidaritätsbekundungen

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Von: andré-françois detry [mailto:afdetry@hotmail.com]
Gesendet: Dienstag, 15. Oktober 2002 09:18
An: emmeloord@utanet.at
Betreff: message d'encouragement

Le 15 octobre 2002
Bonjour,
Je vous écris pour vous féliciter d'avoir demandé l'ordination malgré le refus du vatican et je vous encourage à continuer dans cette voie. Vous savez que vous êtes soutenues par beaucoup de personnes, même si toutes ne prennent pas la peine de vous envoyer un message d'encouragement et de félicitations.
Ce n'est qu'en s'opposant comme vous le faites à cette dictature indigne de l'évangile que nous parviendrons à faire plier ces gens qui n'ont rien compris au message du Christ.
Prêtre - homme ou femme - à temps plein ou à mi-temps, célibataire ou marié, à durée limitée ou illimitée, voilà le type qui s'annonce pour l'avenir.
Vous êtes parmi les précurseurs. Encore bravo, bon courage et bonne continuation
André-François Detry

4900 Spa Belgique (adresse e-mail: afdetry@hotmail.com)


Von: GlasWilli@aol.com [mailto:GlasWilli@aol.com]
Gesendet: Sonntag, 20. Oktober 2002 17:52
Betreff: Forderungen an Bischöfe und Politiker

Bitte prüfen Sie, ob die unten angeführten Vorschläge weiterführen. Wenn ja, bitte ich Sie, bei den zuständigen Stellen auf die entsprechenden Veränderungen zu drängen:

An die Bischöfe:
Gegen Canon 1024 CIC "Die heilige Weihe empfängt gültig nur ein getaufter Mann" sind die Canones in "Buch III, Verkündigungsdienst der Kirche" heranzuziehen. Can. 747 - §2 legt fest: "Der Kirche kommt es zu, immer und Überall die sittlichen Grundsätze auch über die soziale Ordnung zu verkündigen wie auch über menschliche Dinge jedweder Art zu urteilen, soweit die Grundrechte der menschlichen Person oder das Heil der Seelen dies erfordern."
Can. 748 - §1: â??Alle Menschen sind gehalten, in den Fragen, die Gott und seine Kirche betreffen, die Wahrheit zu suchen; sie haben kraft göttlichen Gesetzes die Pflicht und das Recht, die erkannte Wahrheit anzunehmen und zu bewahren.â??

Damit verpflichtet das Kirchenrecht alle Menschen, also auch den Papst und die Bischöfe, die Wahrheit zu suchen und die erkannte Wahrheit anzunehmen, nämlich die Wahrheit,
- dass Can. 1024 alle Frauen brüskiert und beleidigt und sie als minderwertig abstempelt,
- dass die katholische Kirche im Can. 1024 gegen sich selbst handelt, sich ihrer Lebenskraft beraubt und langfristig ihre Selbstzerstörung betreibt,
- dass die Kirchenleitung aus eben diesen Gründen den priesterlichen Dienst geweihter Frauen zum Wohl der Kirche dankbar anzunehmen hat.

An die Politiker:
Politiker haben endlich einzusehen,
-dass die in das Grundgesetz übernommenen Artikel 136 - 141 der Weimarer Reichsverfassung aus dem Jahre 1919, den veränderten Lebensbedingungen nicht mehr gerecht werden,
-dass die Bischöfe nicht länger von der Einhaltung der Grundrechte gegenüber ihren Untergebenen dispensiert werden dürfen,
-dass alle Staatsbürger im kirchlichen Dienst das Recht bekommen, ihre Streitigkeiten mit Bischöfen von weltlichen Gerichten entscheiden zu lassen
-dass der Artikel 140 des Grundgesetzes alle Staatsbürger im kirchlichen Dienst schwer benachteiligt und deshalb aus der Verfassung zu streichen ist.
-dass Politiker in dieser Sache endlich handeln müssen, wenn sie glaubwürdig bleiben wollen.

Willibald Glas


Von: Maren [mailto:maren-h@gmx.de]
Gesendet: Dienstag, 22. Oktober 2002 19:41
An: priesterinnen@utanet.at
Betreff: "Frauen in Priesterämtern"

Hallo!

Wir haben im Moment in der Schule (im Fach Religion der 9.Klasse) das Thema "Kirche". Und wir befassen uns im Moment mit dem Thema "Frauen als Priesterinnen". Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie uns vielleicht ein bisschen Material zuschicken könnten?!? Z.B. ob Sie jetzt Priesterinnen seien dürfen, oder wie/wann das ganze überhaupt erst "öffentlich" wurde.

Ich würde mich über eine schnelle Antwort freuen, weil wir bald die nächste Reli-Stunde haben.

MfG Maren H. im Namen der Klasse 9b


Frauenkirche Zentralschweiz
Konrmarktgasse 1
Postfach 4933
6002 Luzern
e-mail: frauenkirche.zentralschweiz@freesurf.ch

An Frau
Dr. Ida Raming

Luzern, den 26. September 2002

Liebe Frauen

Am 14. September fand in Brunnen der 6. Zentralschweizer Frauenkirchen-Tag statt. Sein Thema war: "Aufwachen - anders machen". An diesem Tag enstand der Wunsch, Ihnen ein Zeichen unserer Verbundenheit zu senden:

Wir gratulieren Ihnen zu Ihrem Mut zu Schritten in die Selbständigkeit und in das Ausgesetztsein. Wir fühlen uns solidarisch mit Ihnen in Bezug auf die Folgen und wünschen Ihnen viel Kraft für den weiteren Weg.

Es interessiert uns, wie Ihre Umgebung reagiert und ob Sie eine Basis haben, die Sie trägt?

Mit schwesterlichen Grüßen


Vielen herzlichen Dank für Ihre Antwort im Namen der Religionsgruppe der Klasse 9b der Ursulaschule Osnabrück

P.s.: Weiterhin viel Erfolg und lassen Sie sich nicht unterkriegen!!!
Ich finde das sehr mutig und gut von Ihnen!

Maren


Johanna Scharfenberg
Goethestraße 2
04435 Schkeuditz

3. September 2002

An die
Kongregation für die Glaubenslehre
z. Hd. v. Kardinal Joseph Ratzinger
I 00120 Vatikanstadt

Sehr geehrter Herr Kardinal,

Ich bin seinerzeit gemeinsam mit meiner Studienkollegin und jetzigen Neupriesterin Iris Müller zur katholischen Kirche übergetreten.

Ganz selbstverständlich drängte sich die Frage auf, weshalb es Frauen versagt sein sollte, Priesterin zu werden. Wir konnten keine theologischen Argumente dafür ausmachen und hofften auf Aufklärung u.a. durch den Magdeburger Weihbischof, der sich aber angesichts unserer Frage als hilflos überfordert zeigte.

Wenn das im Nachhinein auch verständlicher scheint - die Diskussion hatte ja in den fünfziger Jahren noch nicht begonnen -, so liegt heute über vierzig Jahre später und nach einer Fülle von Untersuchungen zum Thema Frauenordination nicht mehr ein Nichtwissenkönnen, sondern ein Nichtwissenwollen vor. Wozu sonst der Versuch der Unterbindung jeglicher Diskussion?

Ich verkenne nicht das Gewicht der Tradition einer seit alters verheerenden Geringachtung der Frauen, aber es ist an der Zeit, dass sich die Kirche von dieser Last der Tradition befreit; wenn nicht, führt dies unweigerlich zu ihrer weiteren Marginalisierung, an der Sie, Herr Kardinal, dann eifrig mitgewirkt hätten.

Da Sie nicht davon ausgehen können, dass bei den sieben geweihten Frauen keine Berufung zum priesterlichen Amt vorliegt, da Gott berufen kann, wen er will, ist die Exkommunikation keine angemessene Reaktion.

Sie sollten vielmehr diese Ordination zum Anlass nehmen dafür zu sorgen, dass das Potential, das Frauen in die Kirche einbringen, auch in allen Weiheämtern voll zur Wirkung kommen kann. Die katholische Kirche kann es sich nicht leisten, darauf zu verzichten.

Hochachtungsvoll,

Johanna Scharfenberg


GEDANKEN ZUM KIRCHENRECHT

From: isaac wüst <isaac.wust@WXS.NL>
To: IMWAC-english <IMWAC-english@yahoogroups.com>
Sent: Friday, October 25, 2002 6:31 PM
Subject: [IMWAC-english] FW:

Canon law has same status as golf rules
Irish Independent
10/24/02

JUSTICE Minister McDowell bluntly told the Catholic Church yesterday that its canon law had the same status as that of a golf club and did not have superior rights to the civil law of the land.

In a strongly worded comment setting out the Government's stance on the issue of which law takes precedence, the minister said there was only one law to which all of us were subject.

The State's civil law viewed the Catholic Church's own canon law as equivalent to the laws of the Presbyterian Church or the internal rules of a sporting organisation, he said.

Taoiseach Bertie Ahern reaffirmed to the Dail that the law of the land applied to everybody "no matter who or what one is or what a person's status is or what they think it is".

Mr Ahern appealed to anyone with information regarding any issues of sexual abuse to give it to the gardai where it would be dealt with under the criminal justice system without fear or favour.

Mr McDowell also criticised the church's interpretation of canon law in a book published in 1995 which had the approval of Cardinal Desmond Connell.

However, a spokesperson for the archdiocese said last night that the book had been overtaken by church guidelines on dealing with sexual abuse which were issued 1996.

These guidelines, which were issued to every diocese in the country, stipulated that the matter should be reported to the civil authorities in all instances where it was known or suspected that a child had been or was being sexually abused by a priest or religious.

In his criticism of canon law, Mr McDowell said church law had the status of rules within an organisation and could be invoked by one member against another.

But he said: "As far as the criminal law of the state is concerned canon law per se has no particular status.

"We simply could not have a situation where a group of people in the interests of the church which they loyally served effectively undertook as of right activities which involved contact by their members with children.

"They can't simply set them aside or apply a different standard to them from that which is generally needed to protect children."

Mr McDowell told RTE's Pat Kenny that the church's laws had virtually no relevance on the question of how it was appropriate or inappropriate to deal with people who were a danger to children.

Fergus Black

*********************
Isaac Wüst
Erasmuslaan 92
NL-1185 BJ Amstelveen
Nederland
tel.: +31-(0)20-441.3339
mobile: +31-(0)6-1509.2185
e-mail: isaac.wust@wxs.nl <mailto:isaac.wust@wxs.nl>


Von: Joanne Donovan [mailto:JoanneDonovan@webtv.net]
Gesendet: Samstag, 26. Oktober 2002 15:31
An: emmeloord@utanet.at
Betreff: ordained women

Dear Ordination Office,

I am in support of women being ordained. It's the right thing to do.

Joanne Donovan
134 Withington Rd.
Newton, MA 02460


Gesendet: Samstag, 26. Oktober 2002 10:57
An: Priesterinnen
Betreff: Re: RUNDSCHREIBEN vom 26.10.2002

Ich bin im Dienste der Kirche, wobei meine Pfarrbefähigungsprüfung den neuen Pfarrer nicht daran hindert, mich für "Luft" zu erklären.
Das sind so die Erfahrungen von Frauen in der Kirche.
Das Buch "Maria Magdalena" von Fredriksson (wobei mir klar ist, dass sie in ihrem Roman zwei Figuren zu einer vermischt hat) zeigt sehr gut in Romanform auf, wo die Wurzeln der Frauenfeindlichkeit liegen.

Grüße J.H.


Von: DiscoGuide [mailto:discoguide@aon.at]
Gesendet: Sonntag, 27. Oktober 2002 21:24
An: JLA12065@aol.com
Cc: priesterinnen@utanet.at
Betreff: Solidarität mit Priesterinnen

Sehr geehrter Herr Kardinal Ratzinger!

ich schließe mich der Meinung und den Forderungen von Gerhard Kofler vom 13. August 2002 voll an.

Mit freundlichen Grüßen

Maria Meixner
Ried im Innkreis


Gesendet: Dienstag, 29. Oktober 2002 13:55
An: priesterinnen@utanet.at
Betreff: Weihe

Grossartig, dass Ihr den Mut hattet!
Auch die Heilige Hildegard von Bingen wurde für Ihren Mut "exkommuniziert".
Ist so etwas in einer KIRCHE, WELCHE AUS CHRISTEN,

das heisst NACHFOLGER CHRISTI,

welcher die LIEBE (auf höchster Stufe)ist, nicht das Gegenteil von seiner Mission? Hildegard wurde wieder aufgenommen- hoffen wir....

M. V.
Schweiz
(Name und Adresse liegen der virtuellen Dioezese vor)


Gesendet: Dienstag, 29. Oktober 2002 15:22
An: priesterinnen@utanet.at
Betreff: Rundschreiben

Hallo!
Mit großen Interesse verfolge ich Eure Rundschreiben und all die Aktivitäten, die geschehen.

Ich finde es gut, daß ein neuer Ausbildungskurs beginnen soll.
Warum aber sollen Frauen im Kirchendienst von vorne herein ausgeschlossen werden. Sind sind solche Frauen, die vor allem auch in allen Bereichen der Pflege arbeiten, diejenigen, die schon heute einen groß Teil der Seelsorge tragen... und Menschen glaubwürdig auf ihren je individuellen Weg des Lebens und Glaubens begleiten.

Müßte nicht eher ein Weg gefunden werden, der gerade diesen Frauen, die oft auf völlig einsamer Flur stehen, eine Möglichkeit der Solidarität und Weiterbildung geboten werden.

Außerdem fände ich es sehr sinnvoll, wenn neben allem kirchenpolitischen Geschehen, von den einzelnen "Geweihten" Frauen, Berichte in die Öffentlichkeit kämen, in denen die Erfahrungen als "priesterin" dargestellt werden.

Mit freundlichen Grüßen,
A. E.
Bendorf/Deutschland

ANTWORT
Frauen, die im Kirchendienst arbeiten, werden nicht deshalb von der Ausbildung zur Priesterin ausgeschlossen, weil sie so eng in der Kirche arbeiten. Wir sehen durchaus die Notwendigkeit, dass gerade diese Frauen Solidarität, Weiterbildung und ein verändertes Amt brauchen.
Das Problem ist vielmehr, dass unsere Gruppe: WEIHEÄMTER FÜR FRAUEN sich als friedliche, nicht kriegerische Gruppe versteht, die es sich zum Ziel gesetzt hat, NIEMANDEM weh zu tun. Wenn wir Frauen, die im Kirchendienst arbeiten, für die Priesterinnenweihe vorbereiten würden, dann würden diese Frauen mit der Weihe gleichzeitig von der Amtskirche die Kündigung ihrer Stelle bekommen. Sie würden ihren Beruf verlieren, arbeitslos werden, es gäbe Arbeitsgerichtsprozesse und viele Tränen. Die Härte der Amtskirche sehen wir an den vielen Beispielen der verheirateten Priester, die alle sofort mit der Bekanntgabe ihrer Absichten entlassen wurden und von denen viele anschließend in Fabriken oder als Aushilfskräfte arbeiteten. Mit so einem Prozess verbunden sind viele Enttäuschungen und viele Wunden werden durch Beteiligte geschlagen. Man kann es auch so sagen: Wir wollen der Amtskirche keinen Grund geben, noch gewalttätiger gegen Menschen vorzugehen, noch mehr schmerzhafte Wunden zu verursachen und noch mehr Menschen existenziell zu schädigen. In einer Auseinandersetzung kann auch der Aggressor gemäßigt werden, man kann auch einem Zuschlagenden die Hand halten oder ihm Diejenigen, die er vorhat zu ruinieren, entziehen.
Das heißt: Sowohl Arbeitskämpfe wie Entlassungen wollen wir vermeiden. Wir sind an einer einvernehmlichen Lösung der Probleme interessiert und nicht an verhärteten Fronten. Unser Ziel ist natürlich, dass gerade die Frauen, die im Kirchendienst sind, dort alle Ämter bekleiden können und sie von keinem Amt ausgeschlossen werden. Indirekt arbeiten wir also sehr wohl gerade für die Frauen, die derzeit in einem Arbeitsverhältnis bei der katholischen Kirche stehen. Aber der Weg zur Verwirklichung der Gleichberechtigung ist ein langer und ein beschwerlicher. Viele Steine von allen Seiten liegen auf diesem schmalen Pfad. Wir müssen sehr vorsichtig sein, dass niemand verletzt wird. Unser Handeln ist also keine Unsolidarität, sondern ein bewußter Schutz.
Dr. Gisela Forster

Gesendet: Mittwoch, 30. Oktober 2002 21:17
An: priesterinnen@utanet.at
Betreff: newsletter

liebe Priesterinnen,
ich bewundere euren mut und bin in gedanken mit euch auf dem weg - als frau, als pastoralassistentin, als alleinerzieherin. Deswegen möchte ich gerne euren newsletter abonnieren.

liebe grüße
S. H.

(Name, Adresse und Dioezese liegen uns vor)


Guten Abend Fr. Dr. Forster,
habe mir gestern die Sendung im ORF II aufgenomen und letzte Nacht
angeschaut.
RESPEKT und Gratulation. Ihre Argumentation (auch die Ihrer Kollegin)
war hervorragend, sachlich und sie beide kamen überaus positiv rüber.
Der Hr. Pfarrer mußte daneben verblassen!
Einen schönen sonntag und bis Mittwoch (4.12.) in der Schloßberghalle.
Ihre

Gaby Skarda
Künstleragentur & Management
Bergstr. 31
82069 Hohenschäftlarn
Tel. 08178/ 3584  Fax  08178/ 3915
www.agentur-skarda.de
www.skarda-seminare.de

Von: GlasWilli@aol.com [mailto:GlasWilli@aol.com]
Gesendet: Dienstag, 24. Dezember 2002 09:46
Betreff: Kirche: Gottes heimliche Kinder (Spiegel Nr. 52/21. 12. 02)

Fuer Kardinal Lehmann ist das  Zoelibatsgesetz nicht der Rede wert. Er sagte
der Bunten: â??In der Synode sitze ich beispielsweise neben dem GroÃYerzbischof
von Lemberg in der Ukraine. Der hat 540 verheiratete Priester und nur 38
ledige. So etwas gibt es auch bei den Kollegen im Nahen Osten, in Rumaenien
oder z.B. auch in Tschechien.â??  Also kein Grund zur Aufregung.

Dabei schreit das Leid, das Elend und die seelischen Traumata  vieler
Priester, ihrer Frauen und Kinder weltweit zum Himmel. Und das nicht erst s
eit heute. Dieses Unrecht geht zurueck auf die Synode von Elvira aus dem
Jahre 306. Damals wurde â??den Bischoefen, Priestern, Diakonen und allen im
Altardienst stehenden Klerikern verboten mit ihren Ehefrauen zu verkehrenâ??
(Lexikon Theologie und Kirche).

Allein Bischof Paphnutios leistete Widerstand. Er sah in diesem Gesetz einen
Anlass fuer allgemeine Unzucht. Wie Recht er doch hatte! Hochgerechnet ueber
die Jahrhun-derte ergibt dieses Zoelibatsgesetz ein so grosses Ausmass an
Menschenrechtsver-letzungen, dass damit alles andere bei weiten uebertroffen
wird.

Wie muessen sich beispielsweise schwarze Priester in verschiedenen Gegenden
Afrikas fuehlen, die einerseits in der Kirche eine gehobene Stellung
innehaben, andererseits aber als Unverheiratete noch zu den Burschen gezaehlt
werden, und deshalb nicht im Kreis der Maenner sitzen duerfen? Um diese
Benachteiligung zu beenden, haben nicht wenige dieser katholischen
Geistlichen heimlich Frauen und Kinder. Aber darueber spricht man nicht.

Zugleich sind auch die schwersten Verstoesse im sexuellen Bereich eine reine
Bagatelle in der katholischen Kirche. Der Erzbischof von Boston, Kardinal
Bernard Law, ist nur ein Beispiel unter vielen. Er hat den Kindesmissbrauch
durch seine Geistlichen nicht gestoppt, sondern die Betroffenen nur in eine
andere Pfarrei versetzt. Die Arbeitskraft dieser Priester war dem Kardinal
also wichtiger als das traurige Schicksal der Kinder.

Die Bischoefe erinnern sich grundsaetzlich nur dann an Jesus, wenn es ihrer
Macht dienlich ist. Sie ignorieren deshalb das Schriftwort: â??Wer einen von
diesen Kleinen, die an mich glauben, zum Boesen verfuehrt, fuer den waere es
besser, wenn er mit einem Muehlstein um den Hals ins Meer geworfen wuerdeâ??.
Ich wuerde zwar nicht so weit gehen. Aber alles nur vertuschen und
verschweigen ist entschieden zu wenig.

Kardinal Law musste seinen Hut nehmen, weil seine Katholiken ihn nicht mehr
haben wollen. Und der Papst hat nichts Besseres zu tun, als den Hinauswurf
dieses Erzbi-schofs von Boston schweren Herzens anzunehmen. Der Uebeltaeter
von Boston bleibt nach dem Willen des Papstes weiterhin Kardinal der heiligen
katholischen Kirche. Von Bestrafung keine Spur. Das ist ein Skandal sonder
gleichen. Sexuelles Fehlver-halten ist eben immer in Ordnung, wenn es der
Kirche nuetzt. Denn der Kirche geht es weder um Gott, noch um die Menschen,
sondern nur um eine immer groessere Macht in dieser Welt.

Seit Bestehen der Bundesrepublik sind alle Regierungen und politischen
Parteien voll des Lobes fuer die hoechsten Repraesentanten der katholischen
Kirche, weil diese der Allgemeinheit angeblich einen unverzichtbaren Dienst
erweisen wuerden. Die vielen Tausende, die als Kindergaertnerinnen,
Lehrerinnen, Erzieher, in der Kranken- und Altenpflege Taetigen, und die mit
den veralteten Dogmen nichts mehr anfangen koennen und deshalb von den
Bischoefen bestraft, und fristlos entlassen werden, wird die Anrufung der
staatlichen Gerichtsbarkeit versagt (Art.140 GG). Damit machen sich alle
Politiker zu Handlangern jener Bischoefe, die ihr Amt fuer
Menschenrechtsveretzungen missbrauchen.

Willibald Glas
Ringbergstr. 71,
82054 Sauerlach
Fax: 08104 - 6 11 59
e-Mail: GlasWilli@aol.com

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Weitere Solidaritätserklärungen können an unser Organisationsbüro:
priesterinnen@utanet.at
unter dem Kennwort: SOLIDARITÄT
gemailt werden. Wir lesen diese Solidaritätserklärungen sehr aufmerksam und danken Ihnen allen sehr für Ihr Mitgehen auf diesem schwierigen Weg: Gleiche Rechte für Frauen in der römisch-katholischen Kirche.

Die Menge der Solidaritätserklärungen, die uns täglich erreichen, sprengt jedoch den Rahmen dieser Virtuellen Dioezese, wir drucken die Solidaritätserklärungen deshalb vorerst nicht mehr in der Virtuellen Dioezese ab, sondern sammeln sie in unserem Archiv.

 
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